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Hubschraubereinsatz gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners

Maßnahme zum Gesundheitsschutz von Waldbesuchern

Im östlichen Teil des Ostalbkreis werden Anfang Mai 2018 per Hubschrauber ca. 30 Hektar Eichenbestände auf den Gemeindegebieten Ellwangen, Kirchheim a.R., Westhausen und Unterschneidheim mit dem Biozid Foray  ES® behandelt.
Die Maßnahme dient dem Schutz von Menschen und Tieren vor Gesundheitsschäden durch die Brennhaare der Raupen des Eichenprozessionsspinners. Die zu behandelnden Flächen liegen daher in regelmäßig befallenen Eichenwäldern entlang von Wegen oder Waldrändern, an die Weiden oder Wiesen zur Futtermittelgewinnung angrenzen.

Die Aktion wird innerhalb eines Tages durchgeführt. Der genaue Termin wird bestimmt durch

  • Belaubungszustand der Eichen
  • Entwicklungszustand der Raupen und
  • windstille und trockene Witterung

und wird voraussichtlich in KW 19 liegen.
Das Betreten und Befahren dieser Flächen sowie der sonstige Aufenthalt auf diesen Flächen ist vom Beginn der Bekämpfung an bis zum Ablauf des nächsten Tages verboten. Der Verzehr von Pflanzen, insbesondere Beeren, Pilzen und Waldkräutern ist vorsorglich untersagt. Bitte beachten Sie die Absperrungen.
Die Maßnahme wurde von den betroffenen Gemeinden ordnungsrechtlich verfügt. Die Verfügungen sind in den Rathäusern einsehbar.

Hintergrundinformationen:
Foray ES®  ist ein biologisches Biozid (Def.: Präparat gegen Schädlinge zum Schutze der Gesundheit des Menschen). Es ist identisch mit dem Produkt Dipel ES, dass in gleicher Weise für Pflanzenschutzmaßnahmen eingesetzt wird. Wirksame Substanz ist ein Kristallinprotein, das von einem Bakterium, dem Bacillus thuringiensis, gebildet wird. Das Kristallinprotein, das mit den Eichenblättern aufgenommen wird, verletzt die Darmwand der Raupen, die Nahrungsaufnahme wird eingestellt.

 

Es sind keine schädlichen Auswirkungen auf Menschen, Säugetiere, Vögel, Amphibien, Reptilien und Fische bekannt.

FORAY ES® ist ausschließlich wirksam gegen Schmetterlingsraupen, andere laubfressende Insek­tenlarven werden nicht geschädigt. Es zeigt keine Wirkung auf adulte Schmetterlinge und übrige adulte Insekten.

Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge als nicht bienengefährlich eingestuft (B4).

Weitere Informationen zum Bacillus thuringiensis finden Sie auf der Internetseite des Julius Kühn-Instituts (siehe externer Link).

 

 

>> Verfügung Gemeinde Westhausen

 

 


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Jahnstraße 2
73463 Westhausen

Tel. 07363/84-0